
Nach fünf Jahren Finanzhilfe steht Athen bei den europäischen Steuerzahlern mit 325 Milliarden Euro in der Kreide. Nicht alle Länder könnten eine Griechen-Pleite so locker wegstecken wie Deutschland.

Nach fünf Jahren Finanzhilfe steht Athen bei den europäischen Steuerzahlern mit 325 Milliarden Euro in der Kreide. Nicht alle Länder könnten eine Griechen-Pleite so locker wegstecken wie Deutschland.

Ab dem 1. Juli wird das Elterngeld weit flexibler, die Renten steigen und der Notgroschen auf der Bank ist ab sofort besser geschützt: Welche Gesetze sich sonst noch zum Monatswechsel ändern.

Droht der Grexit? Gibt es doch noch eine Einigung? Die weitere Entwicklung in Griechenland könnte sich nach dem Drehbuch abspielen, das vor zwei Jahren in Zypern geschrieben wurde. Die Kapitalmärkte bleiben gelassen.

In den USA boomt der kreditfinanzierte Wertpapierkauf wie nie zuvor. Das Volumen auf Pump gekaufter Aktien ist größer als vor der Finanzkrise. Und in China sitzen noch risikofreudigere Spekulanten.
Auch Bundesbankpräsident Jens Weidmann nennt schwaches Wirtschaftswachstum und niedrige Inflation als wichtigste Ursachen. Damit steht er nicht alleine.
In Deutschland ist die Ansicht verbreitet, die Zinsen für Bankeinlagen und die Renditen für Anleihen so niedrig, weil die Europäische Zentralbank (EZB) sie künstlich niedrig halte. Viele Ökonomen sind dagegen sicher, dass der seit Jahrzehnten beobachtbare Trend zu sehr niedrigen Zinsen wenig bis nichts mit der Geldpolitik zu tun hat, sondern auf einer Kombination aus sehr niedrigem Wirtschaftswachstum und sehr niedriger Inflationsrate beruht.

Die Deutsche Bundesbank rät den heimischen Banken, ihre Filialen im Inland abzubauen. Dadurch sollen die Geldhäuser ihre Ertragskraft stärken. Der Bankenmarkt in Deutschland sei relativ dicht besetzt und biete somit Raum für weitere Konsolidierung, so der Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret.
Quelle: Bundesbank empfiehlt deutschen Banken Filial-Kürzungen

Hyperinflation 1923, Kriegsenteignung 1948, 2000er-Crash und die Lehman-Pleite haben sich tief in die Anlegerpsyche der Deutschen gegraben. So tief, dass sie selbst vom Aktienboom der vergangenen Jahre nicht profitieren möchten. Finanzieller Wahnsinn? Nein, vermutlich Aufgeklärtheit.
Weltweit beschwören die Schuldenpolitiker die Gefahr einer Deflation und reden den Bürgern ein, dass eine Inflation dringend nötig sei, um die Wirtschaft anzukurbeln. Tatsächlich sind die Preise in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegen. Die offizielle Inflations-Statistik wird jedoch gezielt manipuliert: So kann sich der Staat auf Kosten der Steuerzahler und Sparer elegant verschulden.
Quelle: Statistik-Lüge: Die gefühlte Inflation ist die echte Inflation | DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN

„Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten war eine Revolution noch vor morgen früh“, meinte der Autopionier Henry Ford. So gesehen ist es gut, dass eine Umfrage unter britischen Abgeordneten ergeben hat, dass noch 9 von 10 denken, das Geld werde ausschließlich vom Staat geschaffen. Getrost kann man davon ausgehen, dass es um das Verständnis bei unseren Abgeordneten und in der breiten Öffentlichkeit nicht anders gestellt ist.

Sparkassen geben sich gern solidarisch. Wenn ein Institut strauchelt, sollen andere es auffangen. Doch der Haftungsverbund steht in Frage. 70 Sparkassen könnten ihn aufkündigen. Wagen sie wirklich den Tabu-Bruch?